Für Samir läuft zurzeit alles bestens: Die WG mit Lui ist entspannt, sein Nebenjob läuft, das Studium auch, und wenn er abends mit der Clique auf dem Hamburger Kiez unterwegs ist, gibt es da außerdem noch Caya, die er liebt. Doch dann klingelt es an der Tür. Und es kommt der Brief mit dem Abschiebungsbescheid. Mit einem Schlag gerät sein Leben aus den Fugen: Samir soll binnen 30 Tagen Deutschland verlassen. Er steht unter Schock. Als er es schafft, die schlechte Nachricht seinen Freund*innen mitzuteilen, trifft er auf eine Welle der Solidarität. Sie werden ihn nicht gehen lassen – Samir ist doch hier zu Hause! Aaron wendet sich direkt an einen Anwalt. Und am Tag der Härtefallkommission sind sie vorbereitet und präsentieren Unterlagen, die belegen sollen, dass Samir längst Teil dieser Gesellschaft ist: eine Unterschriftenliste, eine eidesstaatliche Erklärung seiner Arbeitgeberin und den Auszug aus seinem nicht vorhandenen Strafregister. Ob das reicht, damit Samir bleiben darf?
Kurzfilm, Kurzspielfilm, 18 Min., Deutschland, 2025, Empfohlen ab 14 Jahren
Tobi Krell - Wege aus dem Hass
Dokumentation, 45 Min., Deutschland, 2025, Empfohlen ab 12 Jahren
Wie kommen wir raus aus dem Hass? Tobi Krell reist nach Bosnien, Kanada und Mexiko. Er erlebt eine Traumatherapie und trifft Menschen, deren spektakuläre Geschichten Hoffnung machen. - Als Moderator einer Kindersendung begegnen Tobi Krell viel Liebe und Zuneigung, aber weltweit beobachtet er einen anderen Trend: Gewalt, Krisen und Kriege.
Für ARD Wissen trifft Tobi Krell in Bosnien den Kriegsveteranen Adnan. Der Krieg ist in Sarajevo seit fast 30 Jahren Geschichte, doch der Hass ist so lebendig wie nie. Wie überwindet Adnan seinen Hass und schafft es, der feindlichen Stimmung entgegenzutreten? In Kanada erfährt Tobi Krell von Lauren und ihrer Mutter, wie die beiden Kontakt halten konnten, als Lauren als Teenager Teil der rechtsextremen Hammerskins wurde. Wie entsteht Hass und welche Möglichkeiten gibt es, ihn zu überwinden?
(Quelle: ARD Mediathek / Hinweis: Dieser Film darf aus urheberrechtlichen Gründen nur in der Schule eingesetzt werden.)
Recht auf Wasser
Dokumentarfilm, 14 Min., Deutschland, 2026, Empfohlen ab 12 Jahren
Hahn auf und wir haben Wasser. So viel wir nur wollen, in bester Qualität. Dafür sorgen Gesetze, ein hochentwickeltes Versorgungsnetz und strenge Kontrollen. Das Menschenrecht auf Wasser ist - zumindest in Deutschland - perfekt verwirklicht. So schien es jedenfalls lange. Nach mehreren Dürre-Sommern zeigt sich aber, dass die Trinkwasserversorgung auch hier gefährdet ist. Von der Klimakrise, aber auch von Industrieproduktion und Landwirtschaft, die einerseits zu viel Wasser brauchen und andererseits zu viele Schadstoffe ins Wasser abgeben.
Ist unser Menschenrecht auf Wasser bedroht? Das will RESPEKT-Moderator Rainer Maria Jilg herausfinden. Dazu besucht er die Landwirtin Lena Zimmermann. Wie ist ihr schwäbischer Hof durch die letzten regenarmen Sommer gekommen? Wie stellt sie sich auf künftige Dürreperioden ein und wie sieht sie die Rolle der Landwirtschaft in der Klimakrise?
Professor Matthias Garschagen erforscht den Zusammenhang von Wasserversorgung und ökologischen Veränderungen an der LMU München. Von ihm erfährt Rainer Maria Jilg, wie kritisch die Situation beim Wasser schon ist. Denn der Wasserhaushalt kann sich abhängig vom Klima sehr schnell verändern. Selbst in Deutschland, warnt Matthias Garschagen, drohen damit Kipppunkte, an denen die Wasserversorgung unumkehrbar Schaden nimmt. Ohne wirksame Klimapolitik leidet auch das Menschenrecht auf Wasser.
Für Menschen, deren Recht auf Wasser schon heute verletzt wird, kämpft Viva con Agua. Der RESPEKT-Moderator trifft die Aktivisten, die unter dem Motto: "Wasser für alle, alle für Wasser" weltweit Projekte unterstützen. Dabei lernt Rainer Maria Jilg, dass es sehr einfach sein kann, etwas für Menschenrechte zu tun. So einfach wie Wasser trinken.
(Quelle: ARD Mediathek / Hinweis: Dieser Film darf aus urheberrechtlichen Gründen nur in der Schule eingesetzt werden.)
Unser Kind
Kurzfilm, Kurzspielfilm, 23 Min., Schweiz, 2024, Empfohlen ab 14 Jahren
Hanna und Michael wollen mithilfe einer Leihmutter in Georgien Eltern werden. Zu Beginn sind sie voller Vorfreude auf ihr Baby – doch bald bricht diese heile Welt zusammen. Die Leihmutter Mariam ist bereits im fünften Monat schwanger, als eine Diagnose alles verändert: Das Kind leidet am hypoplastischen Linksherzsyndrom (HLHS), einem schweren Herzfehler. Die Klinik bietet den Eltern einen Schwangerschaftsabbruch an – ein neues Verfahren mit einem der übrigen Embryos sei möglich. Während Michael sich klar gegen ein krankes Kind entscheidet, ringt Hanna mit ihrer Verantwortung gegenüber Mariam und dem ungeborenen Leben.
Tod & Trauer
Wir müssen reden!
Dokumentarfilm, 10 Min., Deutschland, 2024, Empfohlen ab 8 Jahren
Trauer, Tod und Sterben – kein Thema für junge Menschen? Doch! Denn wir alle werden früher oder später einen lieben Menschen verlieren. Trotzdem wird in unserer Gesellschaft nur selten über den Tod gesprochen.
(Quelle: ARD Mediathek / Hinweis: Dieser Film darf aus urheberrechtlichen Gründen nur in der Schule eingesetzt werden.)
Teresa – Die Frau hinter der Ikone
Teresa – Ein Leben zwischen Licht und Schatten
Spielfilm, 100 Min., Belgien, Bosnien-Herzegowina, Dänemark, Schweden, 2025, Empfohlen ab 16 Jahren
Kalkutta, Indien, August 1948: Die schwüle Hitze liegt schwer über den Straßen, Armut und Hoffnungslosigkeit prägen das Bild der Stadt. Inmitten dieses Chaos trifft Mutter Teresa, Oberin der Schwestern von Loreto, eine folgenschwere Entscheidung: Sie erhält endlich die Erlaubnis, das Kloster zu verlassen – alles hinter sich zu lassen, um einem höheren Ruf zu folgen. Getrieben von einer inneren Stimme, die sie nicht länger ignorieren kann, wagt sie den Schritt ins Ungewisse. Sie will einen neuen Orden gründen, einen Orden für die Ärmsten der Armen. Doch kaum hat ihr Weg begonnen, gerät sie ins Wanken. Zweifel nagen an ihr, Einsamkeit wird zu ihrem ständigen Begleiter, und die harte Realität auf Kalkuttas Straßen droht, ihre Vision zu zerstören. Am entscheidendsten Wendepunkt ihres Lebens steht Teresa vor einem tiefen inneren Konflikt: Ist ihr Glaube stark genug, um die Dunkelheit zu tragen, die ihr begegnet? Oder wird die Last ihrer Mission sie zerbrechen?
„Teresa – Die Frau hinter der Ikone“ ist ein intensives, emotionales Drama über Mut, Glaube und die zerreißende Kraft einer Berufung, die alles fordert – und nichts verspricht.
Du bewegst die Welt
Reihe: RUexpress
Rudolf Lunkenbein und Simão Bororo: Glaube, Mut und Freundschaft für eine gerechtere Zukunft
ePaper, Deutschland, 2026, Empfohlen ab 10 Jahren
Zwei Männer, zwei Kulturen, eine gemeinsame Vision: Rudolf Lunkenbein und Simão Bororo setzten sich in Brasilien für die Rechte indigener Menschen und ein friedliches Zusammenleben ein. Vor fünfzig Jahren verlieren sie dabei ihr Leben – sie werden am 15. Juli 1976 von gewaltbereiten Siedlern erschossen, die sich ihren Profit nicht streitig machen lassen wollen.
Das Vermächtnis von Pater Lunkenbein und Simão Bororo wirkt bis heute fort. Ihre Geschichte steht für Gerechtigkeit, Verantwortung und christliches Engagement und regt dazu an, über die Frage nachzudenken, wie verantwortliches Handeln heute aussehen kann. Für beide Männer – den Salesianerpater, der im Erzbistum Bamberg geboren wurde, und Simão Bororo aus der indigenen Gemeinschaft von Meruri – ist ein Seligsprechungsverfahren eingeleitet.
Das umfangreiche Material (18 Seiten) verbindet biografisches Lernen mit aktuellen Themen aus der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen: Fußball-WM, Musik, Social Media und kreative Gestaltungsaufgaben schaffen motivierende Zugänge zu theologischen und gesellschaftlichen Fragestellungen.
Die Theodizee-Frage
Reihe: Mein Fach - Religion Sek II
"Ich dachte immer, es kann unmöglich einen Gott geben, bei all dem Übel in der Welt ...“
Zeitschrift, Deutschland, 2026, Empfohlen ab 16 Jahren
Im Mittelpunkt des Materials steht die Theodizee-Frage – die Auseinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis zwischen einem gütigen, allmächtigen Gott und der Realität von Leid und Übel in der Welt. Die Frage, wie sich diese Gegensätze miteinander vereinbaren lassen, ist nicht nur ein klassisches theologisches Thema, sondern auch zentral für die Lebenswelt vieler Jugendlicher. Dabei zeigt sich, dass die Theodizee-Frage für Jugendliche unterschiedliche Bedeutungen haben kann: Für einige wird sie zur „Einbruchstelle“, die Zweifel an Gottes Existenz nährt, während sie für andere eine „Umbruchstelle“ darstellt, an der sich Kinderglaube in einen reflektierten Erwachsenenglauben verwandelt.
Der Religionsunterricht kann hier eine zentrale Rolle spielen. Er bietet Raum, um existenzielle Fragen nach Gott, dem freien Willen, dem Tun-Ergehen-Zusammenhang und der menschlichen Verletzlichkeit zu thematisieren. Dabei ist es wichtig, aufklärerisch und ideologiekritisch zu arbeiten, um einfache Antworten zu hinterfragen und den Schülerinnen und Schülern tragfähige Deutungsmöglichkeiten anzubieten. Indem der Unterricht auch anthropologische und weltdeuterische Fragen aufgreift und die Schülerinnen und Schüler ermutigt, eigene Maßstäbe für das Menschsein zu entwickeln, werden sie befähigt, mit Leid und Trauer reflektiert umzugehen.
