Mirabelka – ein Mirabellenbaum erzählt Geschichte

Wie verschafft man Kindern Zugang zur europäischen Geschichte, ohne die dunklen Seiten unserer Vergangenheit auszublenden? Cezary Harasimowicz gelingt in seinem Buch Mirabelka der Spagat: einerseits die Schrecken der Vergangenheit nicht unerwähnt zu lassen und gleichzeitig eine warmherzige Erinnerungskultur zu schaffen, in der Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen.
 

Mit Mirabelka erzählt Cezary Harasimowicz aus der ungewöhnlichen Perspektive eines Mirabellenbaums eine berührende literarische Zeitreise. Die wunderschönen Bilder von Martha Kurczewska illustrieren auf einfühlsame und lebhafte Art die Texte und nehmen in ihrer Leichtigkeit den Ereignissen ihre Schwere.
Die Geschichte begleitet mehrere Generationen (jüdischer) Bewohner:innen vom blühenden sozialen und wirtschaftlichen Leben der 1920er Jahre über die Schrecken des Ghettos im Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart. Die Erinnerungen an Dorka, Chaim, Herrn Friedman und viele andere verweben sich mit der Geschichte des Warschauer Stadtteil Nalewki, einer Geschichte voller Hoffnung, Glauben und Liebe über mehrere Generationen hinweg.
Empfehlenswert ist das Buch für ältere Grundschulkinder ab Klasse 3, um ihr geschichtliches Interesse zu fördern. Im Religionsunterricht können einzelne Texte und Bilder ihren Platz finden, wenn im Bereich Weltreligionen das Judentum Thema wird.
Nähere Informationen zum Buche finden Sie auf der Seite des Ariella Verlages.