Bibeltipp: Die Bibel in Formen und Farben

 
David und Goliat
Groß gegen Klein
Macht gegen Ohnmacht
Hochgerüstet gegen fünf Steine
Hoffnungslos
Jedoch
Mut
Tapferkeit
Klugheit
Und alles ändert sich
Hoffnungsvoll
(für alle Ukrainer*innen)
Gabriele von Erdmann in: Cornelia Steinfeld (Hrsg.), Die Bibel in Formen und Farben, S. 28/
 
Mit klarer Formen- und Farbensprache schafft die Grafik-Designerin Cornelia Steinfeld einen besonderen Zugang zu mehr als 40 biblischen Texten, der von besonders hohem ästhetischen Reiz und symbolischer Ausdruckskraft gekennzeichnet ist.
Auf jeder Doppelseite des Buches steht jeweils auf der linken Seite der Text aus der Einheitsübersetzung und zusätzlich ein weiterer lyrischer, theologischer oder religionspädagogischer Impuls eines Autors oder einer Autorin der Gegenwart und auf der rechten Seite die entsprechende Bibelillustration von Frau Steinfeld. Die Bilder laden zunächst ein, sie unabhängig von den Texten verweilend zu betrachten und zu entschlüsseln. Der oder dem Bibelvertrauten gelingt dies überraschend oft und unzweifelhaft.
Die Grafikerin beschränkt sich auf sieben Farben, die z.T. abgestuft verwendet werden, und auf grundlegende Formen, wobei der Kreis dominiert. Elementarisierend verknüpft sich mit dem Bild ein zentraler Gedanke des biblischen Textes bei der oder dem Betrachtenden.
Die Bilder laden ein, selbst oder in Gruppen kreativ zu werden oder mit anderen über die symbolischen Darstellungen und die biblischen Texte ins Gespräch zu kommen.
Für den Grundschulbereich eröffnen sich theologisierende Gespräche sowie kreative Gestaltungsimpulse. In Kooperation mit dem Kunst- oder Mathematikunterricht lassen sich kleine Projekte vorstellen, in denen die Kinder selbst versuchen, kreativ geometrische Formen ins Bild zu bringen und sich darin auszudrücken. Im Religionsunterricht können die Kinder sich dann austauschen darüber, wie sie die biblischen Geschichten in Form gebracht haben und wie und aus welchem Grund sie welche Symbole gewählt und zugeordnet haben. Die Künstlerin bringt ein eigenes Beispiel mit ihrem damals achtjährigen Sohn, dem es im dialogischen Gespräch mit der Mutter gelingt, tiefsinnige Impulse zu formulieren.
Auch wenn es sich bei dieser Bibel um keine Kinderbibel im engen Sinne des Wortes handelt, sind die Grafiken sehr für den Religionsunterricht mit Grundschulkinder geeignet und zu empfehlen. In ihrer elementarisierenden Formsprache füllt die Bibel in Formen und Farben eine Lücke in der Fülle der Kinderbibeln: Denn manchmal ist Weniges mehr!
Man kann sich nur wünschen, dass Cornelia Steinfeld noch weitere Illustrationen veröffentlicht.
Falls Sie Cornelia Steinfeld in einem Interview folgen möchten, schauen Sie hier.
Weitere Informationen zu diesem Buch finden Sie hier.
IRP Freiburg, Referat Grundschule, Monika Leenders-Pannen