Am Aschermittwoch beginnt die christliche Fastenzeit.

Quelle: IRP Freiburg Heike Helmchen-Menke
Die Palmenzweige vom Palmsonntag des Vorjahres werden verbrannt. Diese Asche wird im Aschermittwochsgottesdienst verwendet. Die Asche wird gesegnet und den Menschen auf den Kopf gestreut. Das ist angelehnt an das biblische Wort aus dem Alten Testament: „Bedenke Mensch, dass Du Staub bist und zu Staub zurückkehrst" (Gen 3,19). Das bedeutet: Menschen kommen von der Erde und werden nach ihrem Tod in ihr beerdigt.
Das Aschenkreuz ist gerade für Kinder ein eindrückliches Zeichen und kann daher auch an Aschermittwoch in Kindergärten erschlossen werden.
In dem Zeichen des Aschenkreuzes drückt sich nach christlichem Glauben ganz bildlich und sinnenhaft begreifbar eine Hoffnung aus:
Weil für das Aschenkreuz die Asche der Palmenzweige verwendet wird, kann Kindern vermittelt werden, dass nach christlicher Hoffnung auch am Ende des Lebens Gott steht, der jedem Menschen neues Leben nach dem Tod versprochen hat.
Mit Jesus hat Gott schon gezeigt: Sein Tod war nicht das Ende. Gott hat ihm neues Leben geschenkt. Damit befassen sich Christinnen und Christen in der Fastenzeit, der österlichen Bußzeit. Hier hat auch das Fasten seinen Sinn.
Der Sinn des Fastens liegt nicht im Verzicht um des Verzichtens willens. Schon im Alten Testament hat der Prophet Jesaja den Sinn gezeigt: Gegen Unrecht eintreten, Hungrigen zu Essen geben, Kleidung an Arme geben, Obdachlosen Unterkunft geben (Jes 58,6–8). In der Vorbereitung auf Ostern kommt es also darauf an, sich auf das Wesentliche des Christlichen zu besinnen. Hier können bereits jüngere Kinder etwas vom biblischen Sinn des Fastens erfahren: nicht verzichten auf Süßigkeiten, sondern verzichten für jemanden.
Heike Helmchen-Menke, Dipl. Theol., Referentin für Elementarpädagogik im IRP Freiburg
