Das Wimmelbuch vom Abschiednehmen

Das neue Wimmelbuch vom Abschiednehmen (2024) zeigt unterschiedliche Verluste sowie Aspekte des Trauerns und Tröstens – lebensbejahend und hoffnungsvoll.

Wimmelbuch vom Abschiednehmen (2024)
Menschen erleben unterschiedliche Verluste. Das Wimmelbuch vom Abschiednehmen (2024) von Sophia Bartenstein und Andrea Peter gibt einen Einblick in vielfältige Verluste: Ein Kind lässt versehentlich seinen Luftballon los, ein Hund läuft weg, ein Teenager geht aus dem Haus, jemand verliert seine Brieftasche und ein anderer sein Eis, Partnerschaften brechen auseinander, Menschen verlieren ihre Gesundheit, jemand zieht um, eine Familien ist geflohen, Tiere sterben, Menschen sterben. Eine schwerkranke junge Mutter wird von ihrer Familie ins Hospiz begleitet. Ein alter Mensch stirbt im Kreis seiner Angehörigen. Bei diesem Buch lohnt es sich sehr genau hinzuschauen. Über die sieben Doppelseiten hinweg werden ganze Geschichten erzählt. Betrachtende des Wimmelbuches entdecken sie ohne Text, allein durch das Hinsehen. Der entlaufene Hund etwa ist auf jeder Seite zu entdecken und findet am Schluss den Menschen wieder. Ein Kind trauert um den verstorbenen Vater, man sieht Trauerrituale, die dem Kind helfen, mit dem Verlust fertig zu werden. Eine Familie begleitet den kranken Großvater bis zu seiner Beerdigung auf der letzten Seite. Ein anderes Kind betrauert die Trennung seiner Eltern. Auf den Doppelseiten werden die Geschichten der unterschiedlichen Menschen mit Verlusterfahrungen durch ein Jahr hindurch gezeigt. Es ist zu sehen, wie für einige das Leben (wieder) ganz normal verläuft, während andere in tiefer Trauer stecken. Kraft und Trost spenden den Traurigen und Trauernden vor allem Gespräche mit anderen Menschen, aber auch Gartenarbeit, Erlebnisse mit Freundinnen und Freunden oder (gemeinsames) Musizieren.
Die Illustrationen von Andrea Peter zeigen eine große Vielfalt: Menschen unterschiedlicher Altersstufen, unterschiedlicher Hautfarbe sowie Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, etwa im Rollstuhl oder mit einer Beinprothese. Wir sehen ländliche und städtische Lebensräume. Auf dem Friedhof sieht man Grabsteine sowohl mit christlichen als auch mit jüdischen Symbolen, und es ist eine Beerdigung auf einem Waldfriedhof ist zu sehen.
In Zusammenarbeit mit christlichen Kirchen, Palliativ-Einrichtungen, der „krebsliga“ sowie einer Einrichtung für Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche ist ein beeindruckendes Buch entstanden. Menschen, die trauern, sowie diejenigen, die sie begleiten, finden zahlreiche Darstellungen von Trauermomenten sowie Situationen des Trostes.
Das Buch eignet sich hervorragend zum „Philosophieren und Theologisieren über Anfang und Ende des Lebens“ (aus dem Orientierungsplan für Kindergärten und weitere Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg) und ist für alle Kitas zu empfehlen.
IRP Freiburg / Heike Helmchen-Menke / Referentin für Elementarpädagogik
 
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Wir verweisen auch auf die religionspädagogischen Medienstellen.