Kinderbücher, die zeigen, wie Kinder trauern
Ein Fachbeitrag von der Professorin und Psychotherapeutin Helga Kohler-Spiegel
Für Kinder und die sie begleitenden Erwachsenen ist es hilfreich, wenn sie eine kindgemäße Sprache lesen oder hören, die Trauer und Traurigkeit beschreibt. Frau Kohler-Spiegel entdeckt diese Sprache in einigen Kinderbüchern. Diese stellt sie kurz vor und gibt darüber hinaus einen Einblick in Traueraufgaben, die auch von Kindern bewältigt werden, damit sich die Bindung zum Verstorbenen verändern und einen neuen Platz im Leben bekommen kann.
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IRP-Fachpublikation „Tod und Trauer in der Kita"

„Wohin geht man, wenn man stirbt?“ „Wohnen die Toten auf dem Friedhof“ „Ist mein Opa jetzt im Himmel?“ Das sind typische Fragen von Kindern, wenn sie sich über den Tod Gedanken machen. Anlass für solche Überlegungen kann eine tote Fliege auf dem Fensterbrett, ein totes Haustier, der Tod eines Angehörigen oder auch eine schwerwiegende Erkrankung eines nahestehenden Menschen sein. Und auch in jedem Abschied steckt schon eine Ahnung von letzten Abschieden – besonders eindrücklich erleben das pädagogische Fachkräfte in Krippengruppen oder U3-Einrichtungen, wenn Kinder ihren Abschieds- und Trennungsschmerz ausdrücken. Wohl auch deswegen gehört die Auseinandersetzung mit Abschied, Tod und Trauer in den Bildungsplänen der Bundesländer bereits für den Elementarbereich dazu – so auch in Baden-Württemberg.
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Im Thementeil erschließen Heike Helmchen-Menke, Margret Färber und Erkan Binici, wie der Umgang mit Abschied, Tod und Trauer als Teil des Bildungsauftrags des Orientierungsplans für Erzieherinnen und Erzieher aussehen kann, wie Kinder in Kindergärten und Kitas begleitet werden können, welche religionssensiblen Aspekte bei Kindern aus muslimischen Familien zu bedenken sind und wie pädagogische Fachkräfte eine Standortbestimmung zu eigenen Jenseitsvorstellungen vornehmen können. Schließlich geht es am Ende des Thementeils um die Frage, wie das Team einer Einrichtung mit einem Todesfall im Nahbereich umgehen kann und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt.
Im Praxisteil gibt Heike Helmchen-Menke einen Teamimpuls zur Frage, was ein Jeder und eine Jede ins Jenseits mitnehmen würde – als Ausgangspunkt für die Frage, was für das Leben im Diesseits sinnstiftend ist. Ute Leonhardt zeigt in ihrem Beitrag eindrücklich, welche Herausforderungen Abschiede und Trennungssituationen für Kinder in den ersten drei Lebensjahren und deren Eltern bedeuten und wie Erzieherinnen und Erzieher Kinder und Eltern in diesen Phasen unterstützend begleiten können. Aya Schneider schärft den Blick von pädagogischen Fachkräften, in Kinderfragen die philosophische und/oder theologische Dimension zu erkennen und religionssensibel darauf einzugehen. Karin Klink und Stefanie Dieterle geben für Lehrkräfte an Fachschulen für Sozialpädagogik (FSP) einen Einblick, wie sich angehende Erzieherinnen und Erzieher im Rahmen eines Studientages mit den unterschiedlichen Facetten von Sterben, Tod, Beerdigung und Trauer auseinandersetzen können. Margret Färber hat eine Checkliste für eine Akutsituation, wenn jemand stirbt, erstellt, auf der die wichtigsten Handlungsschritte für die Leitung und die Fachkräfte zu finden sind. Heike Helmchen-Menke und Margret Färber schlagen Rituale vor, die trauernden Kindern ebenso wie den nicht direkt betroffenen Kindern Trost, Begleitung und Unterstützung bieten können und bei denen Kinder selbst aktiv werden können, um Trauer zu bewältigen bzw. Trost zu spenden. Eine gottesdienstliche Einheit von Heike Helmchen-Menke mit biblischen Bildern zu Fragen, wohin die Toten gehen, schließt den Praxisteil ab.
Die Medientipps im Serviceteil dieser Publikation zeigen Medien (Themenkarten und Fachbücher) für Erzieherinnen und Erzieher, geeignete Bilderbücher für Kinder in den ersten sechs Lebensjahren und schließlich einen Film sowie eine Internetseite, die für Fachkräfte, das Team und für die Elternarbeit geeignet sind.
Kinder brauchen Sprachbilder, um über das Ende des Lebens, das Sterben, den Tod und die Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tod sprachfähig zu werden. Das ist ein wichtiger Bestandteil religiöser Bildung in Kindergärten und Kitas. Und schließlich ist die Kunst des Abschiednehmens und Trauerns, auch die Kunst zu leben: Gerade die Zusagen des Christentums und der weiteren Weltreligionen zu Fragen nach dem Ende des Lebens und darüber hinaus bestärken Kinder (und Erwachsene) in der Hoffnung auf ein lebenswertes Leben vor dem Tod. Alle bereits erschienenen Ausgaben der Reihe „Erleben&Erfahren. Sinn, Werte und Religion in Kindertageseinrichtungen“ finden Sie hier:
